VfB Speldorf bleibt Straelens Angstgegner

Intensives Spitzenspiel endet mit gerechtem Remis. Das Elfmetertor des Tabellenersten gleicht Janis Timm kurz nach der Pause aus.

Kämpferisch wussten die Speldorfer – wie hier Harun Can – gegen Straelen zu überzeugen.

VfB Speldorf – SV Straelen 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Schmitz (22., Foulelfmeter), 1:1 Timm (47.)

VfB: Ritz – Panz, Fritsch, Heckhoff (39. Yayla), Ouédraogo – Fritzsche, Terwiel – Can, Timm, Andres – Radke (83. Nawa)

Jede Mannschaft hat so ihre Lieblingsgegner – zumindest, wenn es nach den Ergebnissen geht. Beim VfB Speldorf gehört dazu unter anderem der SV Straelen. In diesem Jahrtausend haben die Mülheimer Fußballer noch kein Ligaspiel gegen den SVS verloren. Das blieb auch am Sonntag so. In einer intensiven Begegnung mit dem Tabellenersten der Landesliga sprang ein gerechtes 1:1 (0:1)-Unentschieden heraus.

Neben dem geplanten Debüt von Torwart Tobias Ritz musste VfB-Coach Christian Mikolajczak noch weitere Umstellungen vornehmen. Abdul-Rahman Yussif konnte aufgrund einer Sprunggelenksverletzung nicht spielen. Michael Andres übernahm seine Position auf dem offensiven Flügel, Danny Radke gab den Mittelstürmer. Zudem meldete sich am Sonntag kurzfristig Verteidiger Dimitri Steininger ab, so dass Leon Fritsch aus dem Mittelfeld in die Innenverteidigung wechselte. Dennis Terwiel ging dafür auf die „Sechserposition“, seinen Posten als Rechtsverteidiger übernahm erwartungsgemäß wieder Alassane Ouédraogo.

In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein zunehmend zerfahrenes und hitziges Spiel. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass es an der Saarner Straße um etwas ging. Anstelle von Torchancen sahen die Zuschauer jede Menge Fouls und Nickeligkeiten. Schiedsrichter Niklas Peuten hatte alle Hände voll zu tun und lag sicher nicht in jeder Situation richtig.

Unstrittig war allerdings das Foul von Leon Fritsch in der 21. Minute an Straelens Thorsten Lippold – Strafstoß! Pascal Schmitz verwandelte.

Emotionen kochen hoch

Am höchsten kochten die Emotionen, als VfB-Verteidiger Maximilian Heckhoff nach einem Zweikampf auf den rutschigen Randsteinen zu Fall kam. Alle Zuschauer hatten es freilich besser gesehen als der Schiedsrichter und forderten Platzverweis. Mindestens! Peuten beließ es zurecht bei einer Gelben Karte für Straelens Frederik Verlinden. Heckhoff kam kurz darauf unter Applaus wieder aufs Feld, musste in der 39. Minute aber dann doch für Ercan Yayla ausgewechselt werden.

Im zweiten Abschnitt stand dann zunächst wieder mehr der Fußball im Mittelpunkt. Und das zahlte sich für den VfB gleich aus. Keine 90 Sekunden waren gespielt, als Janis Timm eine starke Flanke von Harun Can zum 1:1 ins kurze Eck einköpfte.

VfB ist in Halbzeit zwei das bessere Team

Die zweite Halbzeit entschied der VfB zwar – nicht nur wegen des Treffers – für sich, insgesamt konnte sich aber keine Mannschaft ernsthaft für den Sieg bewerben. Die Mülheimer kamen in der Schlussphase nur noch zu zwei Chancen durch Janis Timm und einen Kopfball von Harun Can nach der daraus resultierenden Ecke (83.). Auf der anderen Seite musste der neue Keeper Tobias Ritz in der Nachspielzeit noch zweimal sein Können beweisen, ehe die Partie mit dem leistungsgerechten Unentschieden zu Ende ging,

„Taktisch war das heute überragend. Wir haben Disziplin bewiesen und man hat gesehen, dass Straelen dann nichts mehr einfällt“, gab Christian Mikolajczak nach der Partie zu Protokoll. Der VfB-Coach weiter: „Kämpferisch war das sehr gut, wenn wir vorne noch mehr Mut haben, gewinnen wir vielleicht sogar.“

Marcel Dronia

Quelle: WAZ